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Neuer Standort für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte

Kinder sind unsere Zukunft. Der Bedarfsplan 2018/2019 zur Kinderbetreuung zeigt die zwingende Notwendigkeit für eine weitere, mindestens viergruppige städtische Kindertagesstätte auf.

Aufgrund des großen Bedarfs für die kommenden Jahre hat der Magistrat der Stadt Steinbach (Taunus) am Montag, 20. Mai 2019 der Stadtverordnetenversammlung die Standortanalyse für eine Kindertagesstätte vorgelegt.

Die Standortanalyse empfiehlt über den aktuellen Bedarf hinaus eine siebengruppige Kindertagesstätte mit erweiterbarem Raumprogramm. 

Die Grundstücksgröße der geprüften Standorte wurde so gewählt, dass Reserve für eine weitere Gruppe gegeben ist; beim Raumprogramm sind Räume für Intensivförderung sowie eine zeitlich unabhängige Nutzung als Quartiers- und Familienzentrum berücksichtigt.

Der Standortprüfung lagen die Kriterien Verfügbarkeit der Grundstücke, Erschließungsaufwand, Lage und Erreichbarkeit der jeweiligen Standorte, die Fördermöglichkeiten durch Bundes- und Landesprogramme, die Bewertung aller Standortfaktoren sowie die Bewertung der KiTa-Fachberatung des Hochtaunuskreises zu Grunde.

Geprüft wurden im Norden Steinbachs die ehemalige Schwimmbadwiese, das Gelände am Sportzentrum sowie die Grundstücke an der Waldstraße/Obergasse. Am Taubenzehnten unterlagen die Standorte Eschborner Straße und ehemaliger Reitplatz der Prüfung. In der Mitte Steinbachs gab es zwei prüfbare Standorte in der Steinbachaue sowie im Süden Steinbachs der Teufelsberg und Wingertsgrund/In der Eck.

Die Standortanalyse favorisiert den Standort Wingertsgrund/In der Eck. Die Stadt Steinbach besitzt in diesem Bereich bereits Grundstücke und auch die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke haben ihre Mitwirkungsbereitschaft erklärt. 

Neben des favorisierten Standortes Wingertsgrund/In der Eck zeigt die Standortanalyse auf, dass ein Waldkindergarten im Bereich der ehemaligen Schwimmbadwiese zwar nicht geeignet ist, den zusätzlichen Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken, dennoch ist die ehemalige Schwimmbadwiese am Waldrand sehr gut als ergänzendes Angebot für Waldtage und Waldwochen mit Bauwagen oder ähnlichem geeignet, aus dem sich bei entsprechender Nachfrage und Engagement der Eltern eventuell auch eine feste Betreuungsgruppe entwickeln könnte. 

„Mit dem favorisierten Standort Wingertsgrund/In der Eck können Angebote der Kinderbetreuung dort geschaffen werden, wo Bedarf besteht. Im Süden Steinbachs gibt es bislang kein Kinderbetreuungsangebot. Dieser Standort würde die bestehenden Kindertagestätten in der Mitte Steinbachs und im Norden ergänzen“, so Erster Stadtrat Lars Knobloch.

Der Standort Wingertsgrund/In der Eck bietet zudem die erforderlichen Eignungen und wurde auch von der Kita-Fachberatung des Hochtaunuskreises als gut geeignet bewertet.

Der Standort bietet zudem die Möglichkeit durch Erweiterung des Fördergebietes der „Sozialen Stadt“ am Bund-Länder-Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ teilzunehmen, was eine Förderquote von bis zu 90% bedeuten könnte. Bei geschätzten Baukosten von 3,5 Millionen Euro könnte dies bei Teilnahme am Förderprogramm für die Stadt einen Eigenanteil von nur rund 0,5 bis 0,75 Millionen Euro bedeuten. 

Am Montag, 27. Mai, haben die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung gemeinsam über die Vorlage intensiv beraten und den Weg für die weiteren Planungen geebnet. In diese Beratung hat die FDP/SPD-Koalition einen gemeinsamen Antrag eingebracht, mit dem der Magistrat beauftragt wird, zu prüfen, ob in den Neubau bezahlbarerer Wohnraum integriert werden kann. Darüber hinaus soll sich der Neubau, sofern möglich, autark aus regenerativer Energie selbst versorgen. Ein weiteres Anliegen des Bündnisses ist der Erhalt des Bolzplatzes im Steinbacher Süden. Erster Stadtrat Knobloch sicherte bereits in den Beratungen zu, dass auf jeden Fall eine Spielfläche erhalten bleibt und saniert wird. „Für den Fall, dass das Gelände komplett für den Neubau der Kita genutzt werden müsse, werde ein neuer Bolzplatz in unmittelbarer Nähe errichtet“, so Knobloch. Der Antrag wurde einstimmig von allen Fraktionen in den Ausschüssen angenommen.

Zum Abschluss der Beratungen über diesen Tagesordnungspunkt erinnerte der Erste Stadtrat daran, dass der Magistrat nach wie vor beabsichtigt, die Container-Kita im Norden Steinbachs als Interimslösung bis zum Neubau einer zusätzlichen städtischen Kita zu nutzen, sobald der Neubau der katholischen Kindertagesstätte fertig gestellt sein wird.

 

ANSPRECHPARTNERIN

Stadtbauamt
Frau Vanessa Kühl