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Stadt und VBS planen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Altersklassen

Von links: Bauamtsleiter Alexander Müller, Ulrich Tokarski, Vorstandsvorsitzender des Volks- Bau- und Sparvereins Frankfurt am Main eG und Erster Stadtrat Lars Knobloch | Foto © Nicole GruberAm Donnerstag, den 17. Januar 2019, stellten Erster Stadtrat Lars Knobloch und Ulrich Tokarski, Vorstandsvorsitzender des Volks- Bau- und Sparvereins Frankfurt am Main eG (VBS) im Steinbacher Rathaus ein gemeinsames Projekt vor. Die Quartiersentwicklung im Hessenring soll weiter voran gebracht werden. Rund um den Thüringer Park, der 2018 modernisiert und eingeweiht wurde, sollen weitere Aufwertungen des Quartiers und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum erfolgen.

Mit dem Thüringer Park wurde der Startschuss eines Masterplanes bereits im letzten Jahr gelegt. Der Thüringer Park wurde als Aufenthaltsbereich für ältere Mitbürger angelegt, die dort einen ruhigen Platz im Grünen finden. Als nächster Schritt wird in diesem Jahr der Pijnacker Weg neu gestaltet.

Visualisierung 1 © Volks- Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG, Architekt EHK Frankfurt am MainIm ersten Bauabschnitt wird die VBS angrenzend an den Thüringer Park am Übergang zum Pijnackerweg einen Neubau als Verbindung zwei bestehender Häuser errichten. Der integrierte Neubau soll Platz für 15 Seniorenwohnungen sowie ein Café (Begegnungsstätte) und eine Sozialstation bieten. Durch die Aufstockung der angrenzenden Häuser durch ein Staffelgeschoss sollen weitere sechs barrierearme Wohnungen geschaffen werden. Zudem werden im ersten Bauabschnitt ein Parkdeck sowie weitere Parkmöglichkeiten entstehen. Auch hier wird zukunftsweisend gedacht, so dass auch Carsharing und Elektromobilität eingeplant werden. Darüber hinaus soll ein bestehender Spielplatz erweitert und modernisiert werden.

Visualisierung 2 © Volks- Bau- und Sparverein Frankfurt am Main eG, Architekt EHK Frankfurt am MainIm zweiten Bauabschnitt sollen die drei bestehenden zweigeschossigen Mehrfamilienhäuser im Hessenring durch je ein Vollgeschoss mit Staffelgeschoss aufgestockt werden. Hier werden neun moderne Maisonettewohnungen entstehen.

Für den dritten Bauabschnitt sind zwei neue Gebäude mit je drei Vollgeschossen und je einem Staffelgeschoss in Planung. Hier sind insgesamt 22 Wohnungen geplant.

„Die Flächen im Hessenring sind seit jeher großzügig mit vielen Grünflächen angelegt, die auch durch diese Planungen nicht beeinträchtigt werden“, betont Bauamtsleiter Alexander Müller. „Wir freuen uns sehr, mit der VBS so zügig dieses Projekt an den Start bringen zu können. Die ersten Gespräche fanden im September 2018 statt und bereits heute sind wir uns einig, das am Ende jeder von dem Projekt profitieren wird“, so Erster Stadtrat Lars Knobloch.

Die Bewohner des Quartiers sollen sich in ihrer Umgebung wohl fühlen und auch im Alter im gewohnten Umfeld und bei günstiger Miete wohnen bleiben können. Die Stadt Steinbach (Taunus) konnte im Gespräch mit der VBS erreichen, dass ältere Bewohnerinnen und Bewohner aus Genossenschaftswohnungen in Steinbach bei der Auswahl bevorzugt und beim Umzug von einer größeren Wohnung in eine kleinere, seniorengerechte Wohnung unterstützt werden.

Natürlich kommt auf die Mieter durch die Baumaßnahmen auch einiges zu. Die Stadt und die VBS betonen, dass jeder Mieter eingebunden wird. „Als Genossenschaft nehmen wir die Mieter von Anfang an mit und diskutieren alle Ideen und Gedanken. Unsere guten Gespräche und der ständige Austausch lassen keinen Gegenwind vermuten. Ein Sozialarbeiter wird eigens hierfür eingesetzt und der Bauleiter wird ebenfalls ständiger Ansprechpartner vor Ort sein“, so Ulrich Tokarski. Die Kosten der Sanierung, die allen zugutekommt, werden am Ende nicht auf die Mieter umgelegt. Die neuen Wohnungen bleiben bezahlbar, was ein großer Anspruch ist. Da die Wohnungen auf eigenem Grund und Boden entstehen, kann die Genossenschaft einen Quadratmeterpreis von zehn bis elf Euro realisieren.

In diesem Jahr werden die Planungen konkretisiert. 2020 wird voraussichtlich mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. Insgesamt werden von der VBS rund 20 Millionen Euro in die Aufwertung des Quartiers investiert. 

„Mit der VBS haben wir einen Partner gefunden, der sowohl unsere Wünsche von bezahlbarem Wohnraum für alle Altersklassen, zusätzliche Parkplätze, zukunftsweisende Mobilitätsthemen und Grünflächen umsetzt. Zudem hat die VBS bereits Erfahrung mit der Aufwertung solcher Gebäude und der Kontaktpflege und Mitnahme der jetzigen Mieter. Das war uns als Stadt besonders wichtig“, so Knobloch. „Am Ende aller drei Bauabschnitte werden 52 neue Wohnungen mit Parkplätzen über Bedarf in einem großzügigen und grünen Quartier entstanden sein“, freut sich Knobloch.

„Wir sind uns der großen Verantwortung zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der heutigen Gesellschaft und in der Region sehr bewusst. Mit diesem gemeinsamen Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag“, so der Erste Stadtrat.

 

 

ANSPRECHPARTNER

Stadtbauamt
Herr Alexander Müller