Sie befinden sich hier: Aktuell | Pressemitteilungen

Auftakt des zweiten Sozialen Schulhalbjahres am 15. Januar 2019 im Bürgerhaus - zwanzig junge Menschen freuen sich auf die Begegnung mit Seniorinnen und Senioren in Steinbach

Foto © Steffen BonkIn großer Runde ging das zweite Soziale Schulhalbjahr, ein Kooperationsprojekt der Sozialen Stadt mit der Phorms Schule, Avendi, der „brücke“ und dem VdK, an den Start. Bevor sich nun die zwanzig Jugendlichen der 9. Klasse Anfang Februar mit „ihren“ zwanzig Seniorinnen und Senioren das erste Mal treffen, hatten die Jugendlichen Mitte Januar im Bürgerhaus Gelegenheit, sich mit den Themen Alter und Behinderung auseinanderzusetzen. Quartiersmanagerin Bärbel Andresen begrüßte und moderierte den Nachmittag. Erster Stadtrat Lars Knobloch dankte allen Akteuren, den Senioren und den Jugendlichen, den Kooperationspartnern und den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Er freut sich nun mit allen Beteiligten auf diese wieder ganz besonderen Begegnungen in Steinbach, die Jung und Alt bereichern werden, denn die Generationen haben sich allerhand zu sagen.

Foto © Bärbel AndresenHeidi Ebert, Ehrenamtliche Helferin der „brücke“ und Rollstuhlfahrerin und Traute Salzmann, AG für alle Menschen und seheingeschränkt, gaben im großen Plenum Einblicke in ihr Alltagsleben. Bernhard Antony vom Sozialdienst bei Avendi ging kurz auf das Thema Demenz ein. Und dann konnten die jungen Leute selbst in Erfahrung bringen, wie es sich in etwa anfühlen könnte, wenn es „auf einmal vielleicht anders ist“. Der Vdk war mit vielen Ehrenamtlichen vertreten und hatte beeindruckendes Simulationsmaterial mitgebracht: zwei Alterssimulationsanzüge, einen Schlaganfall simulierenden Anzug, zudem einen Rollstuhl, der im Parkour befahren werden konnte und Seheinschränkungsbrillen, die beispielsweise eine Makula-Degeneration simulieren können. Die jungen Leute probierten alles aus. Was sie zum Abschluss zu sagen hatten, beeindruckte und erfreute alle Anwesenden gleichermaßen: „… jetzt kann ich meine Oma verstehen!“ „Ich habe jetzt eine ganz andere Perspektive!“ „Das Leben mit einer Einschränkung ist viel anspruchsvoller, als ich gedacht habe - ich habe einen riesen Respekt davor!“ „Was ich hier mal für zwei Minuten ausprobiere, haben andere lebenslang!“ „Danke, dass wir diese Erfahrungen machen können.“

Foto © Bärbel AndresenDas Leben ist der beste Lehrmeister. Wie gut, dass die Schule für solche Lernerfahrungen Zeit einräumt. Wie gut, dass so viele ineinanderwirken, damit Leben stattfinden kann, von der Kinderstube bis ins hohe Alter, gemeinsam statt einsam.

 

ANSPRECHPARTNERIN

Bärbel Andresen,
Stadtteilbüro „Soziale Stadt“,
Telefon (0 61 71) 207 84 40, E-Mail: andresen@caritas-hochtaunus.de