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Rundum beeindruckend: Der neu eröffnete Thüringer Park, die Wandel-Lesung mit ihrem vielschichtigen Programm, die große Beteiligung der Steinbacherinnen und Steinbacher

Am 31. August 2018 war es nun endlich so weit: Bei schönstem Spätsommerwetter wurde der Thüringer Park, der vielen Bewohnern im Quartier bereits zum liebgewonnenen Erholungsort geworden ist, feierlich vor vielen Zuschauern durch Dr. Stefan Naas mit Unterstützung des Ehrenbürgers Wolfgang Bödicker eröffnet. Inmitten der Häuserreihen in der Berliner Straße hat die Neugestaltung, die seit März im Gange war, nun Ihren Abschluss gefunden. „Es ist ein echter Park entstanden“ sagt Bürgermeister Naas freudig bei der Eröffnung am Freitagabend. Aus der ehemaligen Thüringer Anlage wurde der Thüringer Park mit breit angelegten Gehwegen, Rasenflächen im strahlendem Grün, Mauervorsprüngen, einer Boule-Bahn und seniorengerechten Bänken, die zum Verweilen einladen. Das Gestaltungskonzept der Grünanlage richtet sich vor allem an ältere Steinbacherinnen und Steinbacher, betont Naas, der den Park als Ruhezone inmitten der Häuser hervorhebt.

Aber das war erst der Anfang. Was dann folgte, war Werk vieler Akteurinnen und Akteure, die die mittlerweile bereits fünfte Wandel-Lesung im Quartier - diesmal zum Thema „Mein Daheim - mein Zuhause“ - wunderbar gestalteten. Knapp 300 Gäste lauschten den Lesungen von Gedichten und Erzählungen aus bekannten Literatenfedern oder eigenen Texten. Kurzweilig, lustig, nachdenklich und heiter waren die einzelnen Lesestücke, die von den Steinbacherinnen und Steinbachern zum Besten gegeben wurden. Den Anfang machte Caroline Bechtold, die ein Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst von Christian Morgenstern aufs Köstlichste vortrug. Sehr bewegt hat der traurig aktuelle Text aus Syrien von Nader Salish, „Ich schickte meine Seele zu meinem Haus“, den Batoul Al Sayed auf Arabisch und Adel Zarour in deutscher Übersetzung vortrugen - einfühlsam begleitet von Hennes Peter an der Gitarre und Don Hein am Kontrabass. Überhaupt: Das Traveling James Trio, ergänzt durch Friedrich Wächtershäuser, umrahmte die Lesung kongenial mit Jazz vom Feinsten, ein zusätzlicher Leckerbissen dieses Abends! Mechthild Schneider beschrieb mit dem Gedicht „Zuhause“ den Ort, der jedem Menschen am wichtigsten ist. Mit dem Text „Vaters Heimat“ von Christian Schüle schlug Carola Biermann den Bogen von der Situation in Syrien heute zu einst. Mit einem Auszug aus „Geblitzdingst“ von Lars Ruppel beeindruckte Jochem Entzeroth, der das schwierige Thema „Verlust der Erinnerung an das eigene Zuhause durch Demenz“ literarisch anging. Edeltraud Yildiz beschrieb wunderbar ihr Zuhause, ihr Herz, durch ein eigenes Gedicht und Gerda Zecha ließ in den Köpfen vieler Zuhörerinnen und Zuhörer Erinnerungen an das einstige Zuhause in der eigenen Kindheit wie einen lebendigen Film vorüberziehen, der manche Schmunzler auslöste. Ein rundum gelungener Abend, den noch viele weitere helfende Hände ermöglichten und rund machten: Snacks und Getränke wurden charmant kredenzt, der Straßenkreuzer versorgte mit köstlichen Kaffeespezialitäten und auch die Kinder hatten unglaublich viel Spaß, denn engagierte junge Damen hatten in großer Vorarbeit ein Bastelangebot vorbereitet, durch das die vielen Kinder begeistert „ihr Daheim“ mit Papier, Farben und weiteren Accessoires gestalten konnten. Die bauliche Entwicklung von der Thüringer Anlage zum Thüringer Park wurde anschaulich durch eine Bildpräsentation dargestellt. Sogar die Boule-Bahn konnte in der Pause unter versierter Leitung ausprobiert werden. Und am Ende war durch vieler Hände Hilfe bald wieder alles zusammengepackt und aufgeräumt. Bärbel Andresen, die Quartiersmanagerin, bedankte sich zum Abschluss bei allen Akteurinnen, Akteuren und Unterstützern ganz herzlich für diesen wunderbaren Abend, die begeisternde Zusammenarbeit und das schöne Miteinander.

Fotos © Bärbel Andresen und Doris Schellbach

ANSPRECHPARTNERIN

Bärbel Andresen
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