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Gemeinschaftsprojekt startet im Herbst

Abriss und Neubau der Katholischen Kindertagesstätte „St. Bonifatius“ steht in den Startlöchern

Von links: Bauherrnvertreter Dr. Winfried Becker, Kita-Leiterin Barbara Albrecht, Bürgermeister Dr. Stefan Naas, Pfarrer Andreas Unfried und Kita-Koordinator Reinhold Kuhn | Foto © Nicole GruberKinderbetreuung wird in Steinbach groß geschrieben. Somit ist es den Projektpartnern Stadt Steinbach (Taunus) und Katholische Pfarrei St. Ursula ein großes Anliegen, die in die Jahre gekommene Einrichtung am Stadtrand abzureißen und an gleicher Stelle einen modernen Neubau mit Erweiterung für unter Dreijährige zu errichten.

Im September 2017 hatte der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt der Kostenerhöhung von 2.947.000 Euro auf 3.366.000 Euro (3.205.000 Euro plus 60.000 Euro Sonderbeitrag der Kirchengemeinde) zugestimmt. Die Stadt Steinbach (Taunus) beteiligt sich mit einem festen Kostenanteil von 1.785.000 Euro plus 102.000 Euro an den gesamten Kosten.

Seit Oktober ist viel in den Planungen passiert, wie Bauherrnvertreter Dr. Winfried Becker berichtet. Begonnen hat es mit den Genehmigungsplanungen für die Bauanträge, welche Anfang Dezember 2017 für die Aufstellung der Übergangscontainer, den Abriss der bestehenden Kindertagesstätte sowie den Neubau gestellt wurden. Seit dieser Zeit laufen auch die Ausführungsplanungen mit der Erstellung der Leistungsverzeichnisse. Im Januar wurden nach den aktualisierten Richtlinien die Landesmittel für die Kinderbetreuungsfinanzierung beantragt. Hier wird sich die Förderung von 320.000 Euro auf 640.000 Euro erhöhen.

Ende Februar konnte dann mit dem Versand der Leistungsverzeichnisse zur Einholung von Angeboten für fast alle Bauleistungen, immerhin 22 Vergabeeinheiten, begonnen werden. Diese Arbeiten erforderten einen hohen formalen Aufwand aufgrund von Forderungen des Fördermittelgebers. Der Aufwand war auch mit einem zeitlichen Druck verbunden, da die Baufreigabe durch das Bischöfliche Ordinariat im Bistum Limburg erst erfolgt, wenn 80% der Bauleistungen durch Angebote abgesichert sind. Ende März gingen die Angebote ein, die dann im April ausgewertet wurden. Hier konnten durch Optimierung Mehrkosten von circa 200.000 Euro auf 164.000 Euro reduziert werden. Die restlichen Mehrkosten sind überwiegend durch Mehrleistungen verursacht, beispielsweise neue Abwasserleitungen, deren maroder Zustand erst durch Untersuchungen im Januar 2018 erkannt wurde.

Wenn man die Gesamtkosten des Projektes von 3.430.000 Euro betrachtet, so liegen diese laut Träger vergleichsweise durchschnittlich bis unterdurchschnittlich zu anderen Kita-Neubauten. Sieht man sich die Finanzierung einschließlich der Fördermittel an, so entfallen auf die Kirchengemeinde St. Ursula und das Bischöfliche Ordinariat 1.543.000 Euro und auf die Stadt Steinbach (Taunus) 1.887.000 Euro der Kosten.

Ende Juni 2018 konnten nun die 21 Bestbieter der Baufirmen durch die Kirchengemeinde beauftragt werden.

Steinbach engagiert sich als Kommune sehr stark. In der Kinderbetreuung gibt es ein breites Angebot, welches in der Vielfalt erhalten werden soll. Die Einrichtungen und Angebote sollen attraktiv erhalten werden. Somit ist es der Stadt ein großes Anliegen, zusammen mit der Kirchengemeinde St. Ursula den Neubau der Kindertagesstätte „St. Bonifatius“ umzusetzen und mit diesem Neubau auch eine Erweiterung durch zwei neue Gruppen für die unter Dreijährigen zu schaffen.

„Wir sind dankbar wie sehr sich die Kirche hier engagiert“, so Bürgermeister Dr. Stefan Naas. Stadt und Kirche arbeiten Hand in Hand zusammen. So liegt das Engagement auf Seiten der Stadt bei der kostenlosen Bereitstellung der Fläche für die Übergangscontainer neben der bisherigen Kindertagesstätte, die auch später weiter genutzt wird, sowie der Aufstellung des Bebauungsplanes und der Verrohrung des Grabens. Beim Neubau wird auf eine gute Funktionalität Wert gelegt. Hier greifen die vielfältigen Erfahrungen der Kirchengemeinde St. Ursula, die in Oberursel und Steinbach 8 Kitas betreibt. Eine angemessene Größe, Vollküche, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine wartungsarme Fassade sind nur einige nennenswerte Punkte. Dafür engagiert sich die Kirchengemeinde mit einem erhöhten Eigenanteil an der Finanzierung.

Die nächsten, dann auch sichtbaren Schritte, stehen nun kurz bevor: Ab Mitte Juli haben die vorbereitenden Arbeiten für die Aufstellung der Übergangscontainer begonnen. Die Baustelle muss eingerichtet und mit Strom, Frischwasser und Abwasser versorgt werden, die Aufstellflächen und Parkflächen müssen hergerichtet werden. Die Lieferung der Container ist für Anfang September geplant und danach wird die Montage circa 2 Wochen in Anspruch nehmen.

Von da an ist der Umzug für die Kleinen, großen Bauherren in greifbarer Nähe. Mit den Kindertagesstättenkindern wird schon heute optisch fleißig der Umzug geübt. Die Beteiligung der Kinder ist ein wichtiger Schritt, um auch Ängste zu nehmen und Ideen mit den Kindern zu entwickeln. Kinder und Eltern sind von den Erzieherinnen von Anfang an mit eingebunden. Auch eine Abschiedsparty, sobald ein Termin fest steht, ist in Planung.

Im August werden wie gewohnt neue Kinder aufgenommen. Hier wurden die Eltern bereits auf den bevorstehenden Umzug vorbereitet. Die Kinder in der Eingewöhnungsphase haben dann zwei Schritte vor sich und werden liebevoll an die neue Situation heran geführt. Trotz der Übergangscontainer bleibt die Zahl der Neuaufnahmen konstant. Bis März ist die Kindertagesstätte dann wie gewohnt ausgelastet, wie die Kita-Leitung Barbara Albrecht, bestätigt.

Der Abriss der bestehenden Kita ist ab Mitte Oktober vorgesehen. Im Anschluss startet der Neubau, dessen Inbetriebnahme im ersten Quartal 2020 geplant ist.

Während der Bauphase wird die Waldstraße ab der Kreuzung Obergasse / Nicolaiweg gesperrt. Die Anlieferung und Abholung der Kinder mit PKWs ist dann nur über die Obergasse möglich. Die Waldstraße bis zum Sportpark wird Baustraße sein. Die Baufahrzeuge werden somit nur über die Waldstraße an- und abfahren, so dass die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich gehalten wird.

Eine weitere Informationsveranstaltung ist am 14. August um 19 Uhr im Gemeindezentrum St. Bonifatius in der Untergasse geplant.

ANSPRECHPARTNER

Haupt- und Personalamt
Herr Steffen Bonk