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Jung und Alt im Miteinander! Das erste SozialeSchulhalbjahr in Steinbach geht an den Start - initiiert und begleitet von derSozialen Stadt, Kooperationspartner: Phorms, Avendi, die „brücke“ und der VdK

Foto © Bärbel AndresenMiteinander von Jung und Alt: In Steinbach neue Wege gehen!  ….aber eigentlich ist das ja gar nichts Neues, sondern höchstens etwas, was wiederentdeckt wird! Längst wissen wir, wie wertvoll es ist - und schätzen es sehr - in Dialog zu treten, voneinander zu erfahren, miteinander etwas zu tun und umeinander zu wissen. Sehr viel gibt es, was sich Jung und Alt gegenseitig sein und geben können. Ein Miteinander der Generationen wird ab jetzt in Steinbach regelmäßig stattfinden und darauf freuen sich die beteiligten Seniorinnen und Senioren ebenso, wie die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Phorms, die die einzige weiterführende Schule in Steinbach ist, die das Soziale Schulhalbjahr nun zu einem Schulprojekt macht, das alljährlich stattfinden soll. Seniorinnen und Senioren aus dem Haus „Service-Wohnen  & Pflege AN DER WIESENAU“ von Avendi und von der Bürgerselbsthilfe „ die brücke“ werden vierzehntägig von den Jugendlichen besucht, haben Zeit zusammen zum Erzählen und Zuhören, zum Brettspiele machen, für einen kleinen Spaziergang, um ein paar Beispiele zu nennen. Engagierte Ehrenamtliche begleiten die Besuche und sind für die Jugendlichen, wie die Seniorinnen und Senioren, direkte Ansprechpartner. Kooperationspartner des Sozialen Schulhalbjahres sind Avendi, die „brücke“ und der VdK Bezirksverband Hochtaunus, begleitet durch das Quartiersmanagement der „Sozialen Stadt“ Steinbach, das die Idee zu diesem Projekt hatte und es initiierte.

Am vorletzten Februartag startete nun das erste Soziale Schulhalbjahr in Steinbach. Auch Dr. Stefan Naas war gerne dabei und ließ es sich nicht nehmen, die vielen Akteurinnen und Akteure im Bürgerhaus zu begrüßen. Mit ihm freuten sich alle, dass das Projekt nun beginnt und noch mehr freuten sich die Erwachsenen an den engagierten jungen Leuten, die in der Runde zu erleben waren. Damit die Jugendlichen ein wenig Einfühlung in das Thema Alter, Behinderung, „nicht mehr so können, wie als junger oder gesunder Mensch“ bekamen, hatte der VdK drei Parcours aufgebaut, die dafür sensibilisierten. Das Team um Jürgen Kremser vom VdK hatte zum Ausprobieren einen Alterssimulationsanzug, einen Anzug, der Schlaganfall simuliert und mehrere Sehbrillen, die Seheinschränkungen erleben lassen, mitgebracht. Die jungen Leute waren tief beeindruckt von diesen Erfahrungen und haben neue Einblicke gewonnen: „Schlaganfall, das stellt man sich schon vor. Aber wenn man mal nur annähernd das Gefühl hat, ist das noch was ganz anderes! Am Ende war es so schön, dass ich den Anzug wieder ausziehen konnte! Betroffene können das nicht.“, „Echt krass und ganz schön schwer, dass Rollstuhl fahren - eine coole Erfahrung!“, „Wenn es wirklich Realität ist, ist es bestimmt noch viel schwerer!“, „24 Stunden an 7 Tagen die Woche, wie anstrengend! - ich habe größten Respekt vor allen, die das täglich leisten!“, „Mir ist bewusst geworden, wie wertvoll es ist, gesund zu sein.“, „Danke, dass wir das Ausprobieren durften!“.

Der erfolgreiche Startschuss ist gegeben. Mitte März treffen die Jugendlichen nun das erste Mal mit den Seniorinnen und Senioren zusammen, die bestimmt ebenso gespannt sind und voller Vorfreude.

ANSPRECHPARTNERIN

Bärbel Andresen, Stadtteilbüro „Soziale Stadt“, Wiesenstraße 6 in Steinbach (Taunus), Telefon
(0 61 71) 207 84 40.