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Bekanntmachung Nr. 024/2018

Bauleitplanung der Stadt Steinbach (Taunus)

Bebauungsplan „Gewerbegebiet Im Gründchen / Am Bahnhof“ 1. BA – 1. Änderung

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Die Stadt Steinbach (Taunus) betreibt das o.g. Bebauungsplanverfahren. Planziel des Bebauungsplans ist die Ausweisung eines Gewerbegebiets i.S. § 8 BauNVO.

Die Abgrenzung des Geltungsbereichs ist der beigefügten Übersichtskarte zu entnehmen (Anlage 1).

Der Entwurf des Bebauungsplans einschließlich zugehöriger Begründung und Umweltbericht sowie die nach Einschätzung der Stadt wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen und Gutachten liegen in der Zeit von

Montag, dem 04.06.2018 bis einschl. Freitag, dem 06.07.2018

im Rathaus der Stadt Steinbach (Taunus), Gartenstraße 20, 61449 Steinbach (Taunus), 1. Stock, Vorraum des Sitzungszimmers, während der üblichen Dienststunden sowie in Ausnahmefällen nach Vereinbarung öffentlich aus. Während der Auslegungsfrist können von jedermann Anregungen zu den Planungen schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können (§ 4 a Abs. 6 BauGB).

Gemäß § 4a Abs. 4 BauGB werden der Inhalt dieser Bekanntmachung und die nach § 3 Abs. 2 Satz 1 BauGB auszulegenden Unterlagen zusätzlich in das Internet eingestellt. Sie können auf der Homepage der Stadt Steinbach (Taunus) unter www.stadt-steinbach.de sowie unter www.plan-es.com, Button „Beteiligungsverfahren“ eingesehen werden.

Eine Umweltprüfung gemäß § 2 Abs. 4 BauGB wird durchgeführt. Neben dem Entwurf des Bebauungsplans mit zugehöriger Begründung einschließlich des nach Maßgabe der Anlage 1 zum BauGB und den Umweltschutzgütern (Mensch, Tier, Pflanze, Boden, Wasser, Luft, Klima, Stadt- und Landschaftsbild) i.S. des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB gegliederten Umweltberichtes mit integriertem landschaftspflegerischen Planungsbeitrag (Stand 12/2017) sind folgende Unterlagen verfügbar, die umweltrelevante Informationen enthalten:

a) Stellungnahmen aus den Beteiligungsverfahren gemäß §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB:

  • BUND, KV Hochtaunus (18.01.2018): Hinweis darauf, dass die Artenschutzprüfung nicht mit offen gelegen habe, dass Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen aus dem Umweltbericht ebenso wie ein Monitoring und eine Baubegleitung festgesetzt werden sollen, das Regenrückhaltebecken soll naturnah angelegt werden, für die Gebäude Brauchwassernutzung und Dachbegrünung festgesetzt werden, die Energieversorgung soll nach einem Energiespar- und Klimaschutzkonzept ggf. durch ein BHKW erfolgen, Plätze bzw. Tankstellen für Elektromobilität sollen vorgesehen werden zudem werden Anregungen zu dem Themen Kollisionsrisiko für Vögel, Fassadengestaltung, Grundstücksbepflanzung, Verkehr- und Parkraum und zur Gestaltung von Ausgleichsflächen vorgebracht.

  • HessenArchäologie (08.12.2018): Hinweis darauf, dass damit zu rechnen sei, dass durch die Bebauung Kulturdenkmäler i.S. von § 2 Abs. 2 Satz 2 HDSchG (Bodendenkmäler) zerstört werden können. Die Ergebnisse der archäologischen Sondierung sind zunächst abzuwarten, bevor das weitere Vorgehen abgestimmt wird.

  • HessenMobil (08.01.2018): Hinweis auf die in Abstimmung befindliche Verwaltungsvereinbarung und das Erfordernis einer weiteren Leistungsfähigkeitsberechnung.

  • Hochtaunuskreis (22.01.2018): Fachbereich Ländlicher Raum: Hinweis darauf, dass die festgestellte Betroffenheit öffentlicher Belange der Landwirtschaft gegenüber der Inanspruchnahme von den zwei in Insellage befindlichen Landwirtschaftlichen Flächen zurückgestellt werden, allerdings wird die Einbeziehung der im rechtskräftigen Bebauungsplan als Ausgleichsflächen festgesetzten Fläche (Flst. Nr. 34) kritisch gesehen. Durch die Überplanung des Flst. Nr. 160 werde eine Bewirtschaftungseinheit zerschnitten.

    Fachbereich Umwelt, Naturschutz und Bauleitplanung: Hinweis darauf, dass das Flst. Nr. 160 bereits in einem Bebauungsplan liegt, die Eingrünung im Osten in Richtung Norden zu verlängern sei, die Verkehrsfläche in Richtung Norden zurückgenommen und der festgesetzte Gehölzanteil auf den Grundstücken auf 50% erhöht werden könnte, zudem sollten die neu hinzugenommenen Bereiche artenschutzrechtlich beurteilt und weitere diesbezügliche Hinweise aufgenommen werden.  Ferner werden Hinweise zur Vermeidung von Geovlies bei der Anlage von Grünflächen, zu Mindestgrößen von Baumscheiben und zum dauerhaften Erhalt anzupflanzender Bäume formuliert.

  • Stadt Frankfurt am Main (22.01.2018): Hinweis darauf, dass sichdurch die 1. Änderung des Bebauungsplans keine Abflussverschärfung für den Urselbach ergibt.

  • Stadt Oberursel (18.01.2018): Hinweis darauf, dass die zusätzlichen Flächen im Interkommunalen Verkehrsgutachten noch nicht berücksichtigt seien.

  • Netzdienste RheinMain (18.01.2018): Hinweis darauf, dass keine grundsätzlichen Einwände bestehen, dass jedoch die Bestände der Gas-Hochdruckleitungen Nr. 1001 und 1125 bei der Planung zu berücksichtigen sind.

  • Regierungspräsidium Darmstadt, Dez. 31.2 (23.01.018): Hinweis darauf, dass das Plangebiet an die Ziele der Raumordnung und Landesplanung angepasst sei und das weder Schutzgebiete noch die Belange der Bergaufsicht betroffen sind.

  • Regierungspräsidium Darmstadt, Kampfmittelräumdienst (15.01.2018): Hinweis darauf, dass vom Vorhandensein von Kampfmitteln auf den Flächen grundsätzlich auszugehen ist und dass eine systematische Überprüfung vor Beginn der geplanten Bauarbeiten erforderlich sei.

  • Stadtwerke Oberursel (19.01.2018): Hinweis darauf, dass die Versorgung des Gebietes sichergestellt werden kann.

  • Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit sind keine eingegangen.

b) Weitere umweltrelevante Informationen

  • Artenschutzrechtliche Stellungnahme, PlanÖ, Biebertal, Nach der gutachterlichen Betrachtung von 2011 / 2016 und 2017 wurden auch die neu hinzugenommenen Flächen auf das Vorhandensein von Baumhöhlen etc,. betrachtet.

Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 4 b BauGB das Büro PlanES, Elisabeth Schade, 35392 Gießen mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt wurde.

Stadt Steinbach (Taunus), 16.05.2018

Dr. Stefan Naas
Bürgermeister

 

ANLAGE 1

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Bebauungsplan „Gewerbegebiet Im Gründchen / Am Bahnhof“ 1. BA 1. Änderung
hier: Räumlicher Geltungsbereich des Bebauungsplans (Plan ist ohne Maßstab)

ANLAGE 2

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Bebauungsplan „Gewerbegebiet Im Gründchen / Am Bahnhof“ 1. BA – 1. Änderung
hier: Lage im Raum

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